Die Anerkennung als Unesco-Welterbe hat die grenzüberschreitende Wiederherstellung des Muskauer Parks vorangebracht. «Ohne die Auszeichnung als deutsch-polnische Welterbestätte wäre vieles gar nicht möglich gewesen», sagte der Geschäftsführer der Stiftung «Fürst-Pückler-Park Bad Muskau», Cord Panning. Früher habe die Anlage eher an eine Ruine, teils einen Dschungel erinnert. Mit Hilfe der Förderung des Bundes, aus Warschau und Sachsen, seien nun die zentralen Bereiche saniert. Das hätte ohne den Welterbetitel auf der Kippe gestanden, so Panning.
An die Geschichte wird aus besonderem Anlass beiderseits der Grenze erinnert: Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren war die Urkunde der Unesco inmitten des Gartendenkmals übergeben worden. Zum Festakt am Nachmittag kam unter anderem Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch. Die CDU-Politikerin bezeichnete die Anerkennung des Muskauer Parks als Weltkulturerbe als «wahre Erfolgsgeschichte». Die positive Entwicklung des Parks sei zudem ein Beitrag für den Strukturwandel in der Lausitz und trage wesentlich zur Attraktivität der Region bei, so Klepsch.