CDU-Chef Friedrich Merz hat den Volksaufstand in der DDR vom 17. Juni 1953 als bedeutend für ein freies Deutschland und ein freies Europa gewürdigt. «Diese Revolution blieb unvollendet. Aber umsonst war sie keineswegs», sagte Merz, der auch Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag ist, am Freitag bei einer Gedenkveranstaltung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. Der Aufstand habe Langzeitwirkung gehabt «und wurde für die DDR Machthaber zum beständigen Trauma».
«Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 gehört zu den bedeutendsten, bedrückendsten und blutigsten Ereignisse in der deutschen Nachkriegsgeschichte», sagte Merz. Die Union halte das Gedenken an diesen 17. Juni 1953 wach. «Wir haben nicht vergessen, und wir vergessen auch nicht.» Gerade deshalb sei es so wichtig, dass sich auch die Wissenschaft weiter mit diesem Thema beschäftige. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung plane dagegen, die Finanzierung der SED-Forschungsverbünde massiv zu kürzen, kritisierte der CDU-Chef. «Und es gibt auch bis heute keinen einzigen Lehrstuhl für DDR Forschung an einer deutschen Universität.»