Die Stadt Dresden hat das Gedenken an ihre Zerstörung im Zweiten Weltkrieg mit einer Friedensbotschaft verknüpft. Während Kranzniederlegungen auf Friedhöfen am Montagvormittag vor allem der Erinnerung an die Opfer galten, soll eine Menschenkette am Nachmittag in der Innenstadt vom gemeinsamen Willen nach Frieden und Versöhnung künden. Nach Ansicht von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) geht es darum, angesichts des Krieges in der Ukraine als Gemeinschaft zusammenzustehen und ein deutliches Signal zu setzen. So hatte er es im Aufruf zur Teilnahme an der Menschenkette formuliert.
Am Vormittag legte Hilbert gemeinsam mit Abordnungen von Dresdens Partnerstädten Coventry und Ostrava an einem Denkmal auf dem Heidefriedhof weiße Rosen nieder. Die englische Stadt Coventry war bereits im November 1940 bei Angriffen der deutschen Luftwaffe bombardiert worden. Am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach legten britische und US-amerikanische Bomber die Innenstadt von Dresden in Schutt und Asche, bis zu 25.000 Menschen wurden getötet.