In der ostdeutschen Chemie- und Pharmaindustrie hat sich die Lage angesichts der Erholung der weltweiten Industrieproduktion merklich verbessert. «Die Unternehmen berichten nach einer coronabedingten "Verschnaufpause", dass die Nachfrage, national wie international, spürbar zugenommen hat», sagte Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin der Nordostchemie-Verbände (VCI Nordost/Berlin). Die Unternehmen seien gut ausgelastet. «Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Umsatzplus», sagte sie. Das Umfeld sei aktuell positiv. 2020 betrug der Umsatz 27 Milliarden Euro, vor der Corona-Pandemie 27,2 Milliarden Euro (2019).
Der Verband vertritt nach eigenen Angaben in Ostdeutschland mehr als 360 Unternehmen der chemisch-pharmazeutischen Industrie mit rund 54 500 Beschäftigten. Nach bisherigen Angaben erwartet der VCI (Frankfurt/Main) bundesweit für 2021 trotz angespannter Lieferketten und Engpässen bei Vorprodukten 211 Milliarden Euro. Bisheriger Bestwert sei das Jahr 2018 mit 203 Milliarden Euro gewesen, während im Corona-Jahr 2020 nur knapp 190 Milliarden Euro erlöst wurden.