Trotz der Insolvenzanträge sollen die deutschen Tochtergesellschaften des Solarherstellers Meyer Burger ihren Geschäftsbetrieb vorerst fortsetzen. «Es ist unser Ziel, beide Unternehmen während des gesamten vorläufigen Verfahrens fortzuführen», sagte Lucas Flöther, der vorläufige Insolvenzverwalter des Technologie-Standortes Meyer Burger (Germany) GmbH in Hohenstein-Ernstthal bei Chemnitz. Die Schwesterfirma, die Solarzellen-Produktion Meyer Burger (Industries) GmbH mit Standorten in Bitterfeld-Wolfen und Hohenstein-Ernstthal, wird vom vorläufigen Insolvenzverwalter Reinhard Klose betreut.
Chancen durch Verkauf ohne Altlasten
Als ein möglicher Weg gilt eine Investorenlösung. Zwar waren entsprechende Versuche bereits im Vorfeld gescheitert, doch sehen die Verwalter im Insolvenzverfahren bessere Chancen. Ein Vorteil sei, dass Erwerber die Geschäftsbetriebe «ohne Altlasten übernehmen» könnten.
Meyer Burger leidet nach eigenen Angaben seit Längerem unter einem sich verschlechternden Marktumfeld, insbesondere unter dem wachsenden Wettbewerbsdruck durch Anbieter aus China. Nachdem kurzfristig keine Investorenlösung in Sicht war, hatten die Geschäftsführungen der beiden deutschen Gesellschaften Insolvenz beim Amtsgericht Chemnitz beantragt.
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