In der unter Konjunkturschwäche und Billigimporten leidenden Stahlindustrie haben die Tarifverhandlungen begonnen. Den Auftakt machten in einer gemeinsamen ersten Runde in Düsseldorf die Tarifgebiete «Nordwest» und «Ost» mit insgesamt rund 68.000 Beschäftigten.
Nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall haben die Arbeitgeber zunächst kein Angebot unterbreitet: «Leider haben wir von den Arbeitgebern heute noch nichts dazu gehört, wie sie ihrer Verantwortung für schnelle und faire Lösungen gerecht werden wollen», sagte Verhandlungsführer Knut Giesler laut Mitteilung. Dies hätten sie aber für die zweite Verhandlung am Freitag angekündigt. Dann sollen die Gespräche in Düsseldorf fortgesetzt werden.
Die Friedenspflicht endet am 30. September. Danach sind Warnstreiks möglich. Die Verhandlungen für das Saarland starten erst Mitte November.