Premiere in Sachsen: Bahnreisende zwischen Chemnitz und Leipzig fahren fortan in neuen Akkuzügen. Der erste dieser Art vom Typ Coradia Continental der Firma Alstom ist am Montag 5.31 Uhr am Hauptbahnhof Chemnitz abgefahren. Bisher fuhren sie auf der Strecke nur zur Schulung der Mitarbeiter und für Testfahrten - nun haben sie den regulären Fahrplanbetrieb übernommen. Bis Mitte Juni sollen insgesamt elf solche Züge die bisher auf der Linie RE 6 fahrenden Diesel-Doppelstockzüge komplett ersetzen, teilte der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) mit.
Fahrgastverband: «ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung»
«Nach jahrelangem Einsatz veralteter und unzuverlässiger Technik ist dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung», konstatierte der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn Mitteldeutschland, Markus Haubold, zum Start der neuen Züge. «Es werden endlich keine Züge mehr eingesetzt, für die sich Stadt und Region schämen müssen.»
Allerdings dringt die Bahninitiative Chemnitz, ein Bündnis, das sich für eine bessere Anbindung der Region Chemnitz an den Bahn-Fernverkehr starkmacht, auf mehr Tempo bei Planung und Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz-Leipzig. Nur so könne die Kapazität insgesamt erweitert werden hin zu einem Halbstundentakt. «Die neuen Akkuzüge sind ein erster richtiger Schritt», sagte Sprecher Sebastian Drechsler. «Nun müssen weitere folgen, um tatsächlich eine Kehrtwende für diese wichtige Bahnverbindung zu erreichen.»
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