Der angeschlagene Solarhersteller Meyer Burger verliert einen wichtigen Auftraggeber. Der größte Kunde Desri kündige den Rahmenvertrag mit sofortiger Wirkung, teilte das Unternehmen mit. Man analysiere derzeit die Situation. Es sei davon auszugehen, dass die Bemühungen um die Restrukturierung wahrscheinlich beeinträchtigt würden. «Sollte die finanzielle Restrukturierung scheitern, könnte das Unternehmen nicht mehr in der Lage sein, seine Unternehmensfortführung zu gewährleisten.»
Das Unternehmen hat eine Reduzierung der weltweiten Mitarbeiterzahl von rund 1050 auf voraussichtlich 850 bis Ende des Jahres 2025 ins Auge gefasst. Dem überproportionalen Abbau in Europa sollte dabei ein Aufbau in den USA gegenüberstehen. In Hohenstein-Ernstthal hat das Unternehmen ein Technologie- und Produkte-Center, in dem etwa Massenproduktionssysteme entwickelt werden. Diese kommen laut Unternehmensseite in der Fertigungsstätte in Thalheim zum Einsatz.
Der Verwaltungsrat setzte einen unabhängigen externen Restrukturierungsberater ein, dieser soll ein Sanierungsgutachten erstellen. Das Unternehmen strebe an, die Umstrukturierung zeitnah durchzuführen, «um sich vollständig auf einen stabilen und profitablen Geschäftsbetrieb im Jahr 2026 vorzubereiten», hieß es zuletzt.
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