Der Linke-Politiker Sören Pellmann hält die von ostdeutschen Energieversorgern angekündigten Preiserhöhungen für eine «Kundenabzocke». Sie stünden in keinem Verhältnis zu den aktuellen Großhandelspreisen für Strom und Gas, sagte der Leipziger Bundestagsabgeordnete am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Auch angesichts der angekündigten Preisdeckel komme es offenbar jetzt zu Mitnahmeeffekten. «Wenn beim Strompreis der Deckel erst bei 40 Cent greift, dann bleibt natürlich kein Versorger darunter, da der Staat bezahlt. Ein zu lascher Deckel ist geradezu ein Anreiz für die Versorger, die Preise zu erhöhen.»
«Wir brauchen Preisdeckel auf Strom und Gas, die beim Vorjahresniveau ansetzen», betonte Pellmann. Zudem seien staatliche Preiskontrollen und eine Genehmigungspflicht für Preiserhöhungen nötig. Jeder Versorger sollte beim Bundeswirtschaftsministerium Erhöhungen beantragen und begründen müssen. «Es muss Schluss sein mit dem Wilden Westen auf dem ostdeutschen Energiemarkt, wo jeder machen kann, was er will.»