Die Pläne des französischen Zug- und Bahntechnik-Hersteller Alstom zum Personalabbau in deutschen Werken haben auch in Brandenburg Kritik ausgelöst. Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) äußerte sein Bedauern über die bekannt gegebene Absicht von Alstom, auch in Hennigsdorf Stellen abzubauen. «In der Gesamtschau ist es zwar richtig, dass Alstom maßgeblich in die Digitalisierung und damit Modernisierung investiert», sagte er. Dabei dürfe die Fertigung jedoch nicht hinten runterfallen.
«Aus meiner Sicht kommt es maßgeblich auf die Kombination aus Ingenieurskunst, Fertigung und IT an», sagte der Minister. Das schaffe die nötigen Innovationen, um auch die Bahntechnik fit zu machen. Hennigsdorf sei ein traditionsreicher Standort und profitiere von dem jahrzehntelangen, exzellenten Know-how der Mitarbeiter. «Das darf nicht verspielt werden», sagte Steinbach. Er erwarte, dass Hennigsdorf ein produzierender Standort von Alstom bleibe.
Der französische Zug- und Bahntechnik-Hersteller Alstom will an mehreren Standorten in Deutschland Stellen abbauen, wie am Freitag bekannt wurde. Betroffen sind laut dem Konzern unter anderem die Werke im sächsischen Görlitz und Bautzen, Hennigsdorf bei Berlin sowie die Fabrik im niedersächsischen Salzgitter. Nach Informationen aus Branchenkreisen sollen bis zu 1200 Jobs wegfallen.