Abschied beim Technologie-Händler Komsa: Nach einer Neuausrichtung und der Fusion mit dem britischen Unternehmen Westcoast verlässt Komsa-Chef Pierre-Pascal Urbon das Unternehmen. Nach fünf Jahren scheide er zum 31. März «in bestem Einvernehmen» aus, wie das Unternehmen in Hartmannsdorf bei Chemnitz informierte.
Komsa wurde 1992 als Anbieter und Dienstleister im Bereich Kommunikationstechnik gegründet und entwickelte sich mit einem Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro (2022/2023) zu einem der größten Familienunternehmen in Ostdeutschland. Fortan ist es eine hundertprozentige Tochter von Westcoast.
In den vergangenen Jahren sei es gelungen, Komsa erfolgreich zu restrukturieren, sagte Urbon der Deutschen Presse-Agentur. Das defizitäre Reparaturgeschäft sei wieder profitabel. Zudem seien Cloudangebote und das Device-as-a-Service-Geschäft aufgebaut worden. Bei Device-as-a-Service kaufen Unternehmen Smartphones, Laptops und ganze Arbeitsplätze nicht mehr, sondern mieten sie. Dadurch hätten sie mehr Flexibilität und könnten IT-Kapazitäten sparen, erklärte der 54-Jährige. Auch sei die Finanzierung des Unternehmens langfristiger aufgestellt und stark in Automatisierung investiert worden.