Bürgermeister aus deutschen Braunkohleregionen pochen beim Kohleausstieg auf die Schaffung von Ersatzarbeitsplätzen in der Industrie. «Und zwar bevor die Kraftwerke abgeschaltet werden und dort in den Revieren, wo die Kumpel arbeiten», sagte die Bürgermeisterin der Stadt Spremberg, Christine Herntier (parteilos), am Montag bei einem Treffen in Hohenmölsen (Burgenlandkreis). «Das ist uns ganz, ganz wichtig, dass das gelingt», sagte sie für das Lausitzer Revier. Dies forderten auch Vertreter aus dem Mitteldeutschen und Rheinischen Revier. Den Angaben nach haben sich seit 2019 rund 100 Bürgermeister aus den deutschen Braunkohlerevieren darauf verständigt, zum Kohleausstieg ihre Erfahrungen und Forderungen auf Treffen auszutauschen.
Es dürfe in den Braunkohlerevieren keinen Strukturbruch geben. Stattdessen gehe es darum einen Strukturwandel sozialverträglich zu gestalten, sagte der Bürgermeister von Teuchern, Marcel Schneider (parteilos), aus dem Mitteldeutschen Revier. Nötig seien auch beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren für Industrie- und Gewerbeflächen, damit sich Investoren ansiedeln können.