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Bauindustrie: Bitumen teurer - Bauprojekte unter Druck

Bauindustrie: Bitumen teurer - Bauprojekte unter Druck
Die Bauindustrie meldet steigende Kosten durch höhere Energiepreise (Symbolbild) / Foto: picture alliance / dpa
Von: DieSachsen News
Der Bauindustrieverband Ost warnt vor neuen Kosten-Schüben im Zuge des Iran-Kriegs. Wackelt die erhoffte Trendwende für die Baubranche?

Die Bauindustrie beklagt angesichts hoher Öl- und Kraftstoffpreise im Zuge des Irankriegs negative Auswirkungen auf Bauprojekte. Den Straßenbau etwa trifft es wegen Preissteigerungen bei Bitumen, wie der Bauindustrieverband Ost in Potsdam auf Anfrage mitteilte. 

«Ein Ölpreis von über 100 US-Dollar je Barrel schlägt direkt auf zentrale Baustoffe durch», sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Robert Momberg, der dpa. Bitumen - Bindemittel im Straßenbau - mache rund 40 bis 60 Prozent des Asphaltpreises aus. Preissteigerungen wirkten sich deshalb unmittelbar auf die Baukosten aus. Die Preissprünge könnten die Wirtschaftlichkeit von Projekten unter Druck setzen, so Momberg.

Zuletzt hieß es, dass die Geschäfte am Bau nach schwierigen Jahren wieder anziehen. Die Bauwirtschaft erwartete 2026 eine Trendwende. Im Zuge des Iran-Kriegs lösen Preissteigerungen wieder wachsende Unsicherheit in der Branche aus. 

Angesichts steigender Zinsen verteuert sich laut ostdeutschem Verband die Finanzierung von Bauprojekten. «Gerade im Wohnungsbau sehen wir bereits spürbare Effekte: Höhere Bauzinsen führen dazu, dass Projekte verschoben oder mittelfristig gar nicht mehr realisiert werden», beklagte Momberg. 

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Damit werde die ohnehin angespannte Lage im Wohnungsmarkt zusätzlich verschärft. Da Unternehmen Preisentwicklungen kaum noch seriös einschätzen könnten und die Kalkulation schwieriger werde, steige am Ende auch das Risiko, dass öffentliche Bauprojekte sich verzögerten oder gar nicht wirtschaftlich umgesetzt werden könnten, meinte der Verbands-Vertreter. 

Der Bauindustrieverband Ost vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

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