Sachsen könnte von einem neuen ICE-Instandhaltungswerk profitieren, nachdem die Deutsche Bahn ihre Pläne für einen Standort in Bayern abgesagt hat. Die Grünen sehen darin eine Chance für klimafreundliche Mobilität und Strukturentwicklung.
Die Grünen in Sachsen haben den Freistaat als potenziellen Standort für ein neues ICE-Instandhaltungswerk der Deutschen Bahn ins Gespräch gebracht, nachdem das Unternehmen den Bau eines solchen Werkes in Bayern abgesagt hat. Gerhard Liebscher, Landtagsabgeordneter der Grünen, betonte am Sonntag in Dresden, dass die Verkehrswende ein zentrales Element der bündnisgrünen politischen DNA sei und jede sich bietende Chance genutzt werden solle.
Ein neues ICE-Werk könne klimafreundliche Mobilität, Strukturentwicklung und zukunftssichere Arbeitsplätze miteinander verbinden, so Liebscher. "Wir haben die Flächen, die Expertise und die Fachkräfte." Die Deutsche Bahn plant, rund 400 Millionen Euro in ein neues Instandhaltungswerk zu investieren, hatte jedoch in der vergangenen Woche ihre Pläne für einen Standort in Bayern aufgegeben.