Mehrere Parteien in Sachsen haben die Landwirte in mit Blick auf die für diesen Montag angekündigten Blockaden zum friedlichen Protest und zur Bedachtsamkeit aufgerufen. Es dürfe niemand zu Schaden kommen, sagte Grünen-Parteichefin Christin Furtenbacher am Sonntag. «Wir erwarten eine klare Abgrenzung von antidemokratischen Gruppierungen in den eigenen Reihen, Bedrohungen in den sozialen Netzwerken oder dem offenen Propagieren von Umsturzplänen.»
Bei aller Berechtigung gesellschaftlicher Proteste müsse eine Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben, die das Funktionieren des öffentlichen Lebens sicherstelle und es Unbeteiligten ermögliche, ihren Alltagsgeschäften nachzugehen, betonte Furtenbacher. «Es ist für uns nicht hinnehmbar, wenn Kinder nicht sicher zur Schule kommen und Kranke oder Verletzte sich nicht darauf verlassen können, medizinisch versorgt zu werden.»
Sachsens Sozialministerin Petra Köpping, Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahl am 1. September, erklärte: «Ich hoffe, dass die Proteste bald enden können. Die Sperrung der Autobahnauffahrten ist eine enorme Belastung für Berufspendler, Dienstleiter und Logistiker. Aus Gesprächen mit verschiedenen Bauern weiß ich allerdings auch, dass man das im Blick hat.»