In Sachsen ist im vergangenen Jahr eine einzige neue Windenergieanlage ans Netz gegangen - mit einer Leistung von knapp einem Megawatt. Im Jahr zuvor waren es zwei Anlagen. Die Situation der Windenergie im Freistaat sei eine «Katastrophe», sagte Martin Maslaton, Chef des Bundesverbandes Windenergie (BWE) in Sachsen, am Donnerstag. Zugleich habe man 2021 elf Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 8 MW abgebaut. Weil es in Sachsen weiter nur wenige neue Genehmigungen gebe, bleibe der Ausbau auch in den kommenden Jahren weit hinter dem Soll.
Nach Verbandsangaben gingen 2021 bundesweit 484 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1925 MW ans Netz. Sachsen ist mit einer Anlage das Flächenland mit dem geringsten Zuwachs. Hinter dem Freistaat rangieren nur noch die Stadtstaaten Bremen und Hamburg, wo überhaupt keine Anlage hinzukam. Berlin kam auf vier. «Während die Branche auf Bundesebene vorsichtig optimistisch in die Zukunft schaut, droht Sachsen weiter den Anschluss zu verlieren», hieß es.