Die steigenden Energiekosten machen Städten und Kreisen in Sachsen teilweise zu schaffen. Der Landkreis Zwickau geht laut davon aus, dass allein für die Dienstfahrzeuge in diesem Jahr Kraftstoffkosten von 528.000 Euro anfallen - im Vergleich zu 2018 entspricht das einer Steigerung von knapp 47 Prozent. Auch andere Kommunen gehen von deutlich höheren Kosten aus, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.
Dem Landratsamt in Zwickau zufolge schwanken die Energiepreise so sehr, dass seriöse Prognosen nur schwer möglich sind. Zurzeit geht der Kreis davon aus, dass für Strom und Wärme in diesem Jahr 400.000 Euro mehr fällig werden könnten als ursprünglich veranschlagt. Die Gesamtkosten lägen demnach bei 2 Millionen Euro. Dennoch rechnet das Amt nicht mit einem Haushaltsloch. Es sei davon auszugehen, dass die Mehrausgaben ausgeglichen werden könnten.
Deutlich besorgter zeigte sich der Landkreis Nordsachsen, der sich im zweiten Jahr in Folge in einer Haushaltssperre befindet. Der Beigeordnete Jens Kabisch rechnet mit Preissteigerungen für Strom und Wärme um bis zu 80 Prozent. Die Kosten könnten demnach um etwa 1,5 Millionen Euro steigen und seien nicht durch Einsparungen an anderer Stelle auszugleichen. «Insoweit wirken sich steigende Energiekosten unmittelbar auf das ohnehin bestehende Defizit weiterhin negativ aus.»