Bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) will der Landkreis Görlitz nun auch auf Unterstützung aus dem sächsischen Innenministerium setzen. «Wir brauchen Manpower beim Zaunbau und der Suche nach toten Wildschweinen. Wir hoffen, dass uns die Bereitschaftspolizei hilft und sind bemüht, die angrenzenden Räume unter Kontrolle zu bringen und zu beräumen», sagte Landrat Bernd Lange (CDU) am Montag bei einem Online-Pressegespräch. Es müsse alles in Bewegung gesetzt werden, damit sich die Seuche nicht weiter ausbreite.
Hintergrund des Hilferufs aus Sachsens östlichstem Landkreis mit einer 120-Kilometer-Grenze nach Polen sind zwölf neue Wildschwein-Funde mit der tödlichen Tierseuche. Weitere Verdachtsfälle würden derzeit durch das Friedrich-Loeffler-Institut untersucht. Das gefährdete Gebiet betrage jetzt 322 Quadratkilometer. Im Osten wird es vom bereits bestehenden festen Wildschweinabwehrzaun an der Neiße begrenzt. Die Pufferzone dehnt sich auf den gesamten Landkreis Görlitz nördlich der A 4 auf 826 Quadratkilometer aus.