Hochdruckeinfluss mit Wind aus südwestlicher Richtung und viel Sonnenschein hat Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einen heißen Mai-Tag beschert. Die Temperaturen kratzten schon am Nachmittag in den drei Ländern an der 30-Grad-Marke, wie Robert Noth vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Leipzig sagte. Die Tageshöchstwerte stehen jedoch immer erst am Abend fest. Die Waldbrandgefahr steigt langsam wieder an.
In Sachsen war es am Nachmittag im Osten am wärmsten. In Bad Muskau nahe der polnischen Grenze wurden 28,9 Grad gemessen. «Für Mai ist es schon sehr warm», sagte der Meteorologe Noth. Der höchste Wert für den fünften Monat des Jahres sei in Bad Muskau 1950 mit 33 Grad gemessen worden.
In Sachsen-Anhalt war am Nachmittag die Gemeinde Iden im Landkreis Stendal der wärmste Ort. Dort zeigte das Thermometer laut DWD 30,1 Grad an. In Thüringen wurde in Bad Salzungen an der Werra 29,2 Grad gemessen. In beiden Ländern lägen die Monats-Rekordwerte jeweils ebenfalls bei 33 Grad und höher, sagte Noth. «Es ist nicht so, dass flächendeckend Rekorde fallen werden. Aber einzelne Tagesrekorde könnten schon dabei sein.»