Sachsen übersteht das aktuelle Hochwasser nach Einschätzung von Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) «mit einem blauen Auge, vielleicht noch nicht mal». Angesichts der dramatischen Bilder aus Osteuropa und Südosteuropa mit Todesopfern und Zerstörungen werden «wir vergleichsweise glimpflich davonkommen», sagte er nach der Kabinettssitzung in Dresden. Die Pegelstände seien insgesamt niedriger als zwischenzeitlich befürchtet. «Das ist noch keine Entwarnung.» Bei der Elbe werde es dauern, bis sie unter die Alarmstufe 1 komme, eventuell bis Ende September, da Tschechien die Talsperren nach und nach ablassen werde.
Günther: Entwicklung Folge des Klimawandels
«Wir haben seit 2002 unter Schmerzen gelernt, aber der Hochwasserschutz bleibt Daueraufgabe», sagte Günther. Es sei die dritte Lage dieser Art innerhalb eines Jahres, nach Weihnachten 2023 und Ende Mai. Dürrejahre, Waldbrände, Spätfröste in den vergangenen fünf Jahren - die Vorhersage, dass wegen des Klimawandels Extremwetterlagen zunehmen werden, «erleben wir jetzt mit allen Folgen».
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten