Vorsichtiges Aufatmen an der Elbe in Sachsen, banger Blick auf die Deiche der Oder im polnischen Breslau: Der Hochwasserscheitel der Elbe ist nach Angaben des Landeshochwasserzentrums am sächsischen Flussabschnitt angekommen. Am ersten Pegel Schöna an der Grenze zu Tschechien lag der Wert am Nachmittag bei etwa 6,50 Metern, bei langsam fallender Tendenz. Normal sind dort 1,58 Meter.
Auch in Dresden geht der Wasserstand Zentimeter für Zentimeter zurück. Die Hydrologen rechneten damit, dass er nach Mitternacht unter die Sechs-Meter-Marke sinkt - also unter den Wert für die zweithöchste Alarmstufe. Am Nachmittag waren es 6,07 Meter, der Normalwert für Dresden liegt bei 1,42 Meter.
Gebannt ist die Gefahr in Deutschland jedoch nicht. Derweil laufen in Hochwassergebieten der Nachbarländer die Aufräumarbeiten - und der Ruf nach EU-Mitteln zur Beseitigung der Schäden wird lauter.