Die Schneeschmelze hat die Gefahr von Hochwasser in Sachsens Flüssen bislang nicht steigen lassen. Bei milden Temperaturen soll es auch in den kommenden Tagen keine Niederschläge geben, teilte das Hochwasserzentrum des Freistaates auf seiner Website mit. Ab der Nacht zum Sonntag seien geringe Regenmengen von unter fünf Liter pro Quadratmeter zu erwarten.
Nachts wird Schneeschmelze durch leichten Frost unterbrochen
«Der Schnee ist nahezu abgeschmolzen. Und dort, wo noch Schnee zum Abtauen kommt - vor allem in den Höhenlagen - wird der Tauprozess nachts durch leichten Frost unterbrochen», sagte Kerstin Bernhardt, Sprecherin des Landesamtes für Umwelt, Geologie und Landwirtschaft, auf Anfrage. Zudem hätten die Flüsse aufgrund unterdurchschnittlicher Durchflüsse das Schmelzwasser gut aufnehmen und abtransportieren können.
«Aktuell macht sich der Tauprozess vor allem noch in den Unterläufen der Flüsse und unterhalb von Talsperren bemerkbar - mit höheren Wasserständen und Durchflüssen, die jedoch deutlich unter den jeweiligen Hochwassermarken der Richtwerte für die unterste Alarmstufe 1 liegen», sagte Bernhardt. In Sachsen gibt es vier Alarmstufen.