Innerhalb weniger Tage richten kurze, lokal eng begrenzte Unwetter in Sachsen und Thüringen heftige Schäden an. In Sachsen trifft es die Sächsische Schweiz bei Rathen, in Thüringen wird der Ort Thangelstedt bei Blankenhain durch eine hinwegziehende Superzelle verwüstet. In beiden Fällen schauen Fachleute genau hin: Waren das womöglich Tornados oder sogenannte Downbursts, also extreme Fallböen?
Wetterdienst vermutet Fallböen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) und der Tornadoexpertenverbund Torex gehen bislang davon aus, dass es sich in beiden Fällen um einen Downburst gehandelt hat. «Dafür sprechen mehrere Gründe. Zum einen waren die Bedingungen für das Auftreten von Tornados an beiden Tagen nicht sonderlich gut. Zum anderen gibt es in vorliegenden Radarbildern keinen Hinweis auf einen Tornado», teilte DWD-Meteorologe Felix Dietzsch auf Anfrage mit.
Eine endgültige Bestätigung stehe aber noch aus. Diese könne erst erfolgen, wenn die Schadensbilder ausgewertet sind und die Stärke des Ereignisses anhand der Fujita-Skala für Starkwindereignisse beurteilt wurde. Wie lange das dauert, lasse sich nicht abschätzen.