Die Hitze und drehender Wind haben die Lage beim Waldbrand in der sächsischen Gohrischheide (Landkreis Meißen) an der Grenze zu Brandenburg im Laufe des Montags immer wieder verschärft. An einem der Wege, die das Brandgebiet abschlossen, sei das Feuer zunächst Richtung Norden übergesprungen, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr Zeithain der Deutschen Presse-Agentur. Der Brand war schnell wieder unter Kontrolle, auch dank des Einsatzes von drei Löschhubschraubern. «Die Helikopter haben es etwas entspannt.» Das Gebiet war teils einst als Truppenübungsplatz genutzt worden und ist munitionsbelastet.
Kurz darauf löste das Landratsamt Katastrophen-Voralarm aus, nachdem Feuer auf die Straße zwischen Nieska und Lichtensee übersprang und sich westlich ausbreitete. Es sei gelungen, einen Riegel aufzubauen, der auch gehalten und die Gefahr für den Gröditzer Ortsteil Spansberg gebannt werden konnte, sagte die Feuerwehrsprecherin. Eine Vorhersage zum weiteren Verlauf sei wegen des Wetters und des munitionsverseuchten Bodens schwierig. Am Abend waren 161 Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beschäftigt.