Durch den Einsatz automatisch fliegender Drohnen soll in naher Zukunft am Geierswalder See in Brandenburg und dem Partwitzer See in Sachsen die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern erhöht werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit 2,04 Millionen Euro gefördert, wie die Björn Steiger Stiftung als Projektkoordinatorin am Mittwoch mitteilte. Mit Rettungsdrohnen könnten Menschen in Not meist besser geortet werden als durch Boote oder Rettungsschwimmer, hieß es. Zudem könnten sie auch unbewachte Gewässer absuchen.
Die automatisch agierenden Fluggeräte können den Angaben nach die Standortdaten von Verunglückten erfassen und in Echtzeit an die Einsatzstellen weiterleiten. Sie können dadurch Rettungskräfte schneller zu dem Betroffenen navigieren. Zudem kann dessen Überlebenschance durch den zielgenauen Abwurf von Hilfsmitteln wie selbstauslösende Schwimmkörper bis zum Eintreffen der Rettungskräfte verlängert werden.
Zu weiteren Vorteilen der Geräte zählt, dass sie in der Beschaffung weitaus günstiger als Hubschrauber sind und eine schnellere Reaktionszeit bei gleichzeitig geringeren Einsatzkosten und reduziertem Personalbedarf gewährleisten. Wegen ihrer niedrigen Flughöhe können sie auch bei schlechten Sichtverhältnissen eingesetzt werden. Die Wasserrettung mittels Drohnenunterstützung werde somit ein wertvoller und zugleich auch ergänzender Bestandteil der Rettungskette.