Eine Stadt zwischen Hoffen und Bangen: Nach dem dramatischen Hauseinsturz im sächsischen Görlitz am frühen Montagabend ging die Suche nach den drei Vermissten weiter - ohne Erfolg. Seit den Morgenstunden waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk erneut unter schwierigen Bedingungen im Dauereinsatz. «Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wir geben unser Menschenmögliches», sagte ein Polizeisprecher am Mittwochabend der dpa.
An der Unglücksstelle wurde es zeitweise sehr still. Anja Weigel, Leiterin der Berufsfeuerwehr Görlitz, sagte dazu am Abend: Es seien Hohlräume freigelegt worden, diese würden gerade von Kameraden des THW per Ortung untersucht - mit Sonden. «Es wird geschaut, sind irgendwo Klopfgeräusche? Kann man jemanden rufen hören, hört man vielleicht Atemgeräusche? Dazu brauchen wir absolute Stille an der Einsatzstelle.»
«Wir haben in den Trümmerkegel mit Megafon herein gesprochen, dass Reaktionen gezeigt werden sollen», sagte eine THW-Sprecherin. Zwei Teams hätten unabhängig voneinander versucht, auf diese Weise Ergebnisse zu erzielen. Leider hätten die aktuellen Messungen mit Ortungsgeräten nichts ergeben - daher würden die Sucharbeiten fortgesetzt. Am Abend begann es derweil in Görlitz zu regnen.