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Helfer in Görlitz: «Es ist tatsächlich ein Schutthaufen»

Helfer in Görlitz: «Es ist tatsächlich ein Schutthaufen»
Das Technische Hilfswerks (THW) ist in Görlitz nach wie vor im Einsatz. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Drei Menschen werden am Unglücksort in Görlitz weiter vermisst. Die Einsatzkräfte arbeiten unter extremen Bedingungen. Warum ihre Arbeit zur Belastungsprobe wird.

Die Arbeit an dem eingestürzten Haus in Görlitz und die Suche nach den drei Vermissten ist für die Einsatzkräfte eine große Belastung. Es gebe viel Staub, die ganze Zeit müsse mit Schutzmasken gearbeitet werden, sagte der Sprecher der Einsatzleitung des Technischen Hilfswerks (THW), Daniel Hofmann. Es sei eine sehr harte, anstrengende Arbeit.

«Wir haben ein Acht-Stunden-Schichtsystem, so dass wir permanent mindestens zwei Bergungsgruppen am Arbeiten haben, die acht Stunden arbeiten, dann abgelöst werden, in Ruhe gehen, 16 Stunden, dann wiederkommen», erklärte Hofmann. «Das ist natürlich auch mental belastend.» 

Von dem Haus sei nicht mehr viel zu erkennen. «Die Trümmer stapeln sich ungefähr bis zur zweiten Etage. Und es ist tatsächlich ein Schutthaufen, wie man ihn sich vorstellt auf einem großen Abriss», sagte der THW-Sprecher. «Es ist damit vergleichbar, der Geruch ist vergleichbar.»

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Spezielle Kameras kommen zum Einsatz

Das THW versuche, sowohl von der Straßenseite als auch von der Rückseite des Gebäudes den Trümmerhaufen abzutragen. Vor allem wegen der Annahme, dass noch vermisste Personen in den Trümmern liegen, sei dort der Einsatz von schweren Geräten nicht möglich. «Wir sind noch im Zeitfenster, wo man davon ausgehen kann, dass die Personen noch am Leben sind», sagte Hofmann.

«Wir haben dazu Ortungsgruppen im Einsatz, die darauf spezialisiert sind, Personen zu finden.» Sie setzten dabei auch spezielle Kameras ein, mit denen - ähnlich wie mit einem Endoskop - in Hohlräume geguckt werden könne, erklärte der THW-Sprecher.

Das Haus war am Montagabend eingestürzt. An der Unglücksstelle wird nach drei vermissten Menschen gesucht. Bei ihnen handelt es sich um zwei rumänische Touristinnen im Alter von 25 und 26 Jahren und einen 48 Jahre alten Mann mit bulgarischer und deutscher Staatsangehörigkeit, der sich aus beruflichen Gründen in Görlitz aufgehalten hatte. 

Von ihnen fehlt bisher jedes Lebenszeichen. Die Ursache für das Unglück ist weiter unklar. Die Rettungskräfte hatten die Suche nach den Vermissten in den Trümmern am frühen Morgen wieder aufgenommen.

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