Rund 24 Stunden nach dem Einsturz eines Mehrfamilienhauses in Görlitz können erste Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren. Eine Rückkehr sei Menschen aus den weiter von der Unfallstelle entfernten Häusern erlaubt worden, sie hätten jedoch kein warmes Wasser, erklärte die Polizei. Die unmittelbar angrenzenden Häuser blieben weiterhin gesperrt.
Das Gründerzeithaus nahe dem Görlitzer Bahnhof war am frühen Montagabend eingestürzt. Auch einen Tag später werden noch drei Menschen vermisst. Die Suche nach ihnen läuft auf Hochtouren, wird aber dadurch erschwert, dass unter den Trümmern möglicherweise Gas austritt. Nach Angaben der Polizei muss deshalb sehr vorsichtig gearbeitet werden. Dennoch konnten am Dienstag ein Kran und ein Bagger eingesetzt werden, die Balken und Geröll entfernten.
Außerdem hatten Mitarbeitende der Stadtwerke damit angefangen, die Straße aufzufräsen, um auf diesem Wege an die Gaszufuhr zu kommen. Die Stadtwerke hatten am Dienstagnachmittag erklärt, die Gaszufuhr im betroffenen Bereich abgestellt zu haben. Das änderte jedoch einer Polizeisprecherin nach nichts an der schwierigen Einsatzlage vor Ort.