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Dekra mahnt zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr

Dekra mahnt zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr
Dekra mahnt zu mehr Rücksicht im Straßenverkehr. (Symbolbild) / Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Von: DieSachsen News
Trotz weniger Verkehrstoter bleiben die Opferzahlen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Bundesvergleich hoch. Die Dekra fordert mehr Rücksicht und Schutz für Beschäftigte auf der Straße.

Trotz eines leichten Rückgangs der Verkehrstoten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es laut Dekra keinen Grund zur Entwarnung. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern seien die Opferzahlen je eine Million Einwohner überdurchschnittlich hoch.

Der Dekra Gebietsleiter Ost, Mario Schwarz, appellierte an alle Verkehrsteilnehmer, noch mehr Rücksicht im Straßenverkehr zu nehmen. Die Veränderungen in der Mobilität an sich seien schon eine Herausforderung und überforderten bereits einzelne Verkehrsteilnehmer. «Insofern hilft nur: Rücksicht, Rücksicht und noch mal Rücksicht.»

Nach Angaben der Prüforganisation starben im Vorjahr 143 Menschen im Straßenverkehr, einer weniger als im Jahr 2024. In Sachsen-Anhalt gab es demnach einen Rückgang von 111 auf 101 und in Thüringen von 96 auf 93.

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Dekra will detaillierten Blick auf den Arbeitsplatz Straßenverkehr 

Zudem hat der aktuelle Verkehrssicherheitsreport der Dekra die Herausforderungen rund um den «Arbeitsplatz Straßenverkehr» untersucht. Bei Verkehrsunfällen erleiden jährlich zahlreiche Straßenarbeiter sowie Beschäftigte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten schwere oder tödliche Verletzungen. Da konkrete Zahlen dazu nicht vorliegen, forderte die Dekra eine vollständige und differenzierte Erfassung arbeitsbezogener Verkehrsunfälle.

Dabei sei eine Vielzahl schwer kalkulierbarer Einflüsse als Ursache erkennbar. «Ungünstige Witterungsbedingungen, hohes Verkehrsaufkommen, technische Störungen oder das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmender können jederzeit unvorhersehbare kritische Situationen zur Folge haben», betonte Schwarz. Zudem könnten Zeitdruck, unregelmäßige Arbeitszeiten, monotone Fahrsituationen, fehlende Erholungsphasen und hohe Leistungsanforderungen zu Stress und Ermüdung führen. 

Müdigkeit ist gefährlich

Demnach gilt Müdigkeit als einer der wichtigsten Risikofaktoren im Straßenverkehr, da sie die Reaktionsfähigkeit und Aufmerksamkeit erheblich beeinträchtigt. Studien zufolge steigt das Risiko für einen Unfall aufgrund von Schlafmangel um das Achtfache an. «Die Einhaltung von Lenk- und Ruhezeiten sowie gezielte Gesundheitsförderung können Übermüdung, Stress und Fehlbeanspruchung reduzieren und damit die Unfallgefahr senken.» Zudem forderte die Dekra einen konsequenteren Schutz von Arbeitsstellen im Straßenraum.

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