Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht Sachsen noch immer nicht ausreichend auf Wetterextreme vorbereitet. Statt Flüssen mehr Raum zu geben, würden wichtige Überflutungsflächen weiter mit Siedlungen und Straßen zugebaut, teilte der BUND mit. Die Umweltorganisation zog fünf Jahre nach der verheerenden Flut im Ahrtal Bilanz, um die Lage in Sachsen zu beurteilen.
Laut BUND haben in Sachsen die Flüsse im Schnitt 31 Prozent ihrer natürlichen Überschwemmungsfläche verloren. Am größten sind die Verluste bei Weißer Elster (62 Prozent) und Spree (61 Prozent), am kleinsten bei der Freiberger Mulde (12 Prozent). Sachsen gehöre zu den drei Bundesländern mit der höchsten Siedlungslast im Überschwemmungsgebiet. Elf Prozent der amtlich festgelegten Überschwemmungsgebiete seien Siedlungen und Straßen.