Die Situation in den Waldbrandgebieten im Süden Brandenburgs und im Nationalpark Sächsische Schweiz bleibt trotz zunächst leichter Entspannung ernst. Auch am Donnerstag soll der Kampf gegen die Flammen weitergehen - Hunderte Feuerwehrleute und andere Einsatzkräfte sind weiter im Einsatz, um die Brände einzudämmen.
Der große Waldbrand in Kölsa-Rehfeld (Landkreis Elbe-Elster) flammte am Mittwochabend wieder auf. Nach Angaben eines Landkreis-Sprechers standen die Flammen auf sächsischer Seite etwa 250 Meter von der Bundesstraße B183 im brandenburgischen Falkenberg entfernt. Zur Brandbekämpfung seien daher für den Donnerstagmorgen zusätzlich Bundeswehrhubschrauber angefordert worden, sagte der Sprecher.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (beide Grüne) sagten den betroffenen Ländern Unterstützung zu. Die Bundesregierung unterstütze die Länder nach ihren Möglichkeiten beim Kampf gegen die Flammen, sagte Lemke der Deutschen Presse-Agentur. Özdemir sagte der «Rheinischen Post» (Donnerstag): «Wo ich die Länder bei der Bekämpfung unterstützen kann, werde ich das tun.» Entscheidend sei jetzt die schnelle Bekämpfung des Feuers. «Die Einsatzkräfte leisten hier schon Großartiges», sagte Özdemir. Beide betonten, dass die Bundesregierung Wälder langfristig widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels machen wolle.