Die Lausitzer Kommunen in Brandenburg und Sachsen unterstützen geschlossen die Bewerbung der Lausitz als erste klimaneutrale Modell-Region - ein sogenanntes Net Zero Valley - in Europa. Das teilte das kommunale Bündnis Lausitzrunde am Donnerstag nach einer Klausur in Finsterwalde (Elbe-Elster) mit. Eine Delegation von Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern hatte vor zwei Wochen in Brüssel die Bewerbung als Transformationsregion bei der Europäischen Kommission an EU-Kommissar Thierry Breton vorgetragen.
Mit dem Netto-Null-Industrie-Gesetz will Europa die Attraktivität seines Wirtschaftsstandorts durch schnellere Genehmigungsverfahren, gezieltere Aus- und Weiterbildung von und für Fachkräfte der Netto-Null-Technologien und einem besseren Marktzugang für Technologien «Made-in-Europe» stärken.
EU-Förderung käme zum richtigen Zeitpunkt
Das «Net Zero Valley» Lausitz biete ein neues Instrumentarium, um den Strukturwandel zum weitreichenden Erfolg zu führen, sagte die Sprecherin für die Brandenburger Kommunen, Christine Herntier. Damit gebe es außerordentliche Chancen für die «Zukunftsregion Lausitz», die unter anderem auch die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beinhalten würde, sagte der Oberbürgermeister von Weißwasser, Torsten Pötzsch, für die sächsischen Kommunen. Die Förderung käme zum richtigen Zeitpunkt. «Denn das und die für uns zum Teil nicht nachvollziehbare Vergabe der Strukturmittel sind momentan die großen Bremsklötze im aktuellen Strukturwandelprozess», sagte er.