Sachsens Imker beklagen zum Start in den Frühling erhebliche Verluste bei ihren Bienen. «Viele Völker sind relativ schwach aus dem Winter gekommen», sagte der Vorsitzende des Landesverbands Sächsischer Imker, Michael Hardt, der Deutschen Presse-Agentur. Und etliche Völker seien ganz gestorben. Er schätze die Verluste auf 30 bis 50 Prozent, manche Imker hätten sogar alle Völker eingebüßt.
Den Hauptgrund sieht Hardt in der Varroa-Milbe. Mit diesem Schädling haben hiesige Imker seit Jahrzehnten zu kämpfen. Der zeitige Brutbeginn der Bienen voriges Jahr habe auch den Milben gute Bedingungen geboten, um sich zu vermehren. Die hohe Milbenbelastung habe die Völker geschwächt. Gerade im Gebirge habe es auch Probleme mit sogenanntem Melizitosehonig gegeben, auch Zementhonig genannt. Der wird sehr hart in den Waben und die Bienen können ihn im Winter kaum als Futter auflösen.