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Forstexperte: Neue Strategien für Waldbrandbekämpfung nötig

Nach Ansicht des Forstwissenschaftlers Alexander Held braucht es neue Ansätze für die Waldbrandbekämpfung in Deutschland. «Was wir jetzt erleben an Feuerverhalten, ist normalerweise sichtbar in Spanien und Portugal. Da hinken wir einfach hinterher, was Ausbildung, Strategie, Taktik, aber auch die Ausrüstung angeht», sagte Held im Fernsehsender phoenix. Die Thematik sei bekannt und es werde zusammen mit Feuerwehrschulen an neuen Ausbildungskonzepten und -unterlagen gearbeitet. Allerdings werde man gerade von der aktuellen Entwicklung «rechts überholt».

Ziel sei ein Feuermanagement, wozu die Feuerwehren und das Löschen von Bränden als elementare Bausteine gehörten. Allerdings gebe es noch 15 weitere Bausteine, etwa die Land- und Forstwirtschaft, Umweltbildung, Bewusstseinsbildung, Tourismus - alle Akteure müssten vorzugsweise koordiniert in die gleiche Richtung «hin zur gleichen Vision einer resilienteren Landschaft arbeiten, erst dann kann die Feuerwehr sicher und effektiv ihre Aufgaben erfüllen».

Held bemängelte, dass seit Jahren darüber diskutiert werde, den Wald hin zu mehr Naturnähe umzubauen, doch hinke man auch dort der rasanten Entwicklung hinterher. Das Rezept für die Zukunft sei ein möglichst reichhaltig gemischter und kompletter Wald. Dann könne man, auch ohne neue Baumarten einzuführen, eine Waldlandschaft erzeugen und bewirtschaften, «die weniger brennbar ist und die, wenn sie brennt, langsamer verbrennt und nicht so viele Schäden anrichtet». Damit dies gelinge, müssten die Akteure in Land- und Forstwirtschaft «mit viel mehr Nachdruck» diesen Waldumbau kombiniert mit kurzfristigen technische Maßnahmen wie die Schaffung von Schutzschneisen vorantreiben. Held ist Experte für forstliches Risikomanagement beim European Forest Institute (EFI).

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