Nach dem trockenen und warmen Winter rechnen Experten in Sachsen mit einem Anstieg der Population des Eichenprozessionsspinners. Die klimatischen Verhältnisse kämen den Lebensraumansprüchen dieser Schmetterlingsart entgegen, sagte Renke Coordes von Sachsenforst. Er erwartet sowohl einen Anstieg der Populationsdichte als auch eine Ausbreitung auf bislang nicht betroffene Waldgebiete.
Coordes geht von einer stetigen, aber relativ langsamen Ausbreitung aus, da Eichen nur zu etwa neun Prozent an der Baumartenverteilung im Freistaat Sachsen beteiligt sind und ihr Vorkommen sich zudem in bestimmten Waldgebieten konzentriert. «Infolge des Waldumbaus wird der Anteil von Eichen als potenzielle Nahrungsbäume für die Raupen des Eichenprozessionsspinners jedoch perspektivisch zunehmen». Als wärmeliebende Art werde der Eichenprozessionsspinner aber auf absehbare Zeit kaum die Höhenschwelle des Hügellandes überschreiten. Besondere Maßnahmen zur Bekämpfung der Raupen sind von Sachsenforst nicht geplant.