Mit vier Bundesliga-Legionären reist Deutschlands EM-Gruppengegner Ungarn zur EM - der Leipziger Mittelfeldspieler Dominik Szoboszlai ist aber nicht darunter. Nationaltrainer Marco Rossi verzichtet in seinem endgültigen 26er Aufgebot auf den 20-Jährigen. «Er ist in keiner guten Verfassung», räumte der Italiener Rossi auf der Pressekonferenz am Dienstagabend im Trainingslager in Saalfelden in Österreich ein. «Ich habe bis zur letzten Minute gehofft, dass er es in den endgültigen Kader doch schaffen könnte.» Rossi hat nach eigenen Angaben im Sinne der Interessen des Nationalteams entscheiden müssen.
Szoboszlai hatte die Ungarn im Playoff-Finale gegen Island mit dem entscheidenden 2:1 zur EM geschossen, eine Schambein-Verletzung hat ihn danach aber ausgebremst. Zuerst hatte der «Kicker» über die Personalie berichtet. Dafür sind Peter Gulacsi (RB Leipzig), Willi Orban (RB Leipzig), Roland Sallai (SC Freiburg) und Adam Szalai (FSV Mainz 05) für Ungarn bei der EM dabei.
RB Leipzig hatte das Talent im Januar vom Schwesterclub RB Salzburg geholt. Wegen einer bereits bekannten Schambeinentzündung hatte er aber keine Minute für den Pokalfinalisten gespielt. Zuletzt hatte er wieder am Mannschaftstraining teilgenommen und sich Hoffnungen auf die EM-Teilnahme gemacht. Er war auch im Trainingslager des Nationalteams dabei gewesen.