Thomas Tuchel sieht in der beschlossenen Trennung zum Saisonende eine Chance für den FC Bayern und für sich selbst. «Es gibt Klarheit, und Klarheit bringt Freiheit. Freiheit ist immer gut, sowohl zum Spielen als auch zum Trainieren», sagte der 50-Jährige am Freitag in München. Man brauche bei Entscheidungen nicht abzuwägen, welche «Langzeitwirkung» diese haben könnte. «Ich denke nicht, dass ich das einzige Problem bin, aber ich bin natürlich in der Verantwortung», sagte Tuchel, ohne ins Detail zu gehen.
«Ich liebe den Job und ich werde den Job selbstverständlich wie zuvor mit der gleichen Energie machen», versicherte Tuchel vor dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr) gegen RB Leipzig.
Art und Weise der Leistungen und Ergebnisse hätten beim deutschen Fußball-Rekordmeister zuletzt nicht gestimmt. Es sei aber kein eindeutiges Bild, betonte Tuchel. «Wenn es ein eindeutiges Bild und einen eindeutigen Schuldigen gäbe, in dem Fall den Trainer, dann säße jemand anderes bei der Pressekonferenz.»
Die Münchner, die vor dem 23. Spieltag acht Punkte hinter Spitzenreiter Bayer Leverkusen liegen, hatten in dieser Woche die «einvernehmliche» Trennung ein Jahr vor Vertragsende in diesem Sommer angekündigt. Der FC Bayern will «eine sportliche Neuausrichtung mit einem neuen Trainer» vornehmen. «Ich bin mir nicht sicher, ob es die Option gab, dass ich das entscheide», sagte Tuchel.