Die Lacher hatte Timo Werner gleich auf seiner Seite. «Gott sei Dank musste ich nicht singen, das ist mir erspart geblieben», sagte der Fußball-Nationalspieler am Mittwoch bei seiner Präsentation bei RB Leipzig zum Aufnahmeritual im neuen, alten Mannschaftskreis. Stattdessen musste er durch eine Gasse laufen und bekam von jedem einen Klaps auf den Hinterkopf.
Der 26-Jährige wirkte erleichtert, dass der Wechsel vom FC Chelsea zurück in seine Wohlfühloase Leipzig so schnell und anscheinend auch unkompliziert für rund 20 Millionen Euro plus Boni über die Bühne gegangen ist. «Es ist schön, wieder da zu sein», sagte Werner nach den hektischen vergangenen Tagen.
Werner scheint in den zwei Jahren London reifer geworden zu sein, hat aber trotz der vielen Millionen Pfund Einkommen auf der Insel die Bodenhaftung nicht verloren. Als Heilsbringer, wie ihn zahlreiche Fans in den sozialen Medien nach Bekanntwerden seines Wechsels feiern, sehe er sich nicht. «Die Fans haben mich in den harten Zeiten, die es auch in Leipzig gab, immer unterstützt. Deswegen freue ich mich, wieder vor ihnen spielen zu dürfen - aber nicht als Messias, sondern als Timo Werner», sagte der bislang erfolgreichste RB-Torjäger in der Bundesliga.