Frederik Rönnow hatte auch weit nach dem Schlusspfiff noch ein zufriedenes Grinsen im Gesicht. «Ich habe ein bisschen probiert, in seinen Kopf zu kommen. Ich wollte ein bisschen provozieren, ein bisschen Psychospielchen machen und es hat geklappt», sagte der Torwart des 1. FC Union Berlin. Sein gehaltener Elfmeter trug maßgeblich dazu bei, dass seine Mannschaft sich bei RB Leipzig ein 0:0 erkämpfte.
Openda analysiert
Leidtragender war vor allem Leipzigs Loïs Openda. Der Stürmer hatte den Strafstoß selbst herausgeholt, als er von Kevin Vogt gefoult worden war. Binnen acht Tagen war es der zweite verschossene Elfmeter des Belgiers, nachdem er im Nationaltrikot gegen Israel nicht vom Punkt erfolgreich war.
«Wir haben den Spieler mit dem Torwart-Team natürlich analysiert», sagte Rönnow. Zum Glück habe es geklappt. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Openda den Elfmeter derart schwach schoss, dass der Däne eigentlich nur halbwegs in die richtige Ecke springen musste. Inwieweit seine Verzögerungstaktik, sich kurz vor Ausführung des Elfmeters mit Leipzigs Arthur Vermeeren anzulegen, zum Fehlschuss beitrug, vermag nur Openda zu berichten. Doch der schwieg lieber.