Xaver Schlager hatte nach einiger Überlegungszeit endlich den passenden Vergleich gefunden. «Das ist so, als ob man ständig lernt und trotzdem mit einer fünf nach Hause kommt. Das fühlt sich einfach nicht gut an», sagte der Mittelfeldspieler von RB Leipzig. Was den Österreicher am Samstag nach dem 2:1 gegen den 1. FC Heidenheim so fuchste, war das überflüssige Gegentor durch Benedikt Gimber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit.
Durch Loïs Openda (29./Foulelfmeter) und Yussuf Poulsen (44.) hatte sich Leipzig mit einer dominanten Leistung einen hochverdienten Vorsprung heraus gespielt. Dann verlor die Abwehr bei einem Eckball die Übersicht - und das Spiel wurde unnötig spannend. «Es ist kein gutes Gefühl, wenn du merkst, der Gegner spielt nicht gut, hat eine Chance und der Ball ist drin», sagte Schlager. «Das macht was mit dem Kopf.»
Letztlich hatte Leipzig tatsächlich Glück, dass Gimber tief in der Nachspielzeit die große Chance zu seinem zweiten Tor zu überhastet abschloss und den Ball in den kalten Abendhimmel jagte. So blieb Leipzig vor 44.887 Fans in seiner Bundesliga-Geschichte gegen Aufsteiger ungeschlagen.