Erneut ist RB Leipzig kalt erwischt worden. Nach zweimaliger Führung und personeller Überlegenheit verlieren die Sachsen daheim mit 2:3 gegen den italienischen Rekordmeister Juventus Turin und stehen nach zwei Vorrundenspiele in der Champions League punktlos auf Platz 29 von den 36 Teams. «Im Endeffekt sind alle in der Kabine sehr, sehr frustriert, weil wir uns immer mehr ausrechnen, weil es unser Anspruch ist, egal, wie der Gegner heißt», sagte RB-Sportdirektor Rouven Schröder nach der zweiten Königsklassen-Pleite hintereinander.
Seiwald: «Waren zu naiv»
Selbst die überraschende Juve-Führung von Francisco Conceicao (83.) hätte Leipzig in der Schlussphase kontern können. «Die Chancenverwertung hat da gefehlt. In den letzten zehn Minuten hatten wir vier, fünf Chancen, da müssen wir mindestens zwei nutzen und das Spiel noch gewinnen», sagte Nicolas Seiwald. RB-Sportdirektor Schröder meinte zur Endphase: «Ich habe das Gefühl, wir könnten immer noch spielen und Chancen kreieren. Und das Tor sollte irgendwie nicht sein heute.»
Dabei spielte RB seit der Roten Karte von Juve-Torhüter Michele Di Gregorio seit der 58. Minute in Überzahl. «Mit dem 2:1 und der Roten Karte kam die Wende, da waren wir zu naiv. Und haben den Gegner zu leicht Tore schießen lassen und unsere Chancen nicht genutzt», kritisierte Seiwald. Juve-Trainer Thiago Motta sprach von einem «verdienten Sieg. Die Moral war wichtig für den Sieg heute. In der zweiten Hälfte haben wir weiter mit Überzeugung gespielt, auch in der Offensive. Wir wollten den Gegnern zeigen, dass wir überlegen sind», sagte er.
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