Leipzig (dpa) - Marco Rose kam direkt nach dem Debakel bei Manchester City nur schwer aus dem Bett. «Der Tag danach, das Aufwachen - das ist fürchterlich», sagte der Trainer von RB Leipzig. Doch Stück für Stück wurde es angenehmer: «Der nächste Morgen ist schon viel besser und heute früh war es richtig gut.» Am Freitagmittag war der Blick des 46-Jährigen schon wieder auf die neue Aufgabe gerichtet, die am Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Abstiegskandidat VfL Bochum wartet.
Dass Rose da eine Reaktion seiner Mannschaft erwartet, ist klar. «Wir haben uns zusammengesetzt und uns neu justiert. Wir haben die Dinge angesprochen, wie sie waren und sind. Klar schaut der eine oder andere nun mehr auf uns. Dessen sind wir uns bewusst», sagte Rose. Er erwarte nun, dass sein Team das Spiel in Bochum mit viel Vertrauen in die eigene Stärke angehe. Schließlich ist man immer noch Dritter der Bundesliga, auch wenn es international nur für das Achtelfinale der Champions League reicht.
Bereits vor dem Hinspiel hatte es mit einem 0:3 in Mönchengladbach eine klare Niederlage gegeben. Daraufhin siegte RB gegen den VfL und startete eine Serie von 18 Spielen ohne Niederlage. Erkenntnisse gewinnt Rose daraus nicht zwingend: «Die Blaupausennummer ist im Fußball immer schwierig. Man lebt als Mensch, als Mannschaft von Gefühl, von Phasen. Es gibt Phasen, da tust du dich leichter, dann geht es mal schwerer. Es gibt Phasen, da hast du Glück und Phasen, wo man keinen reinmacht. Mit all den Dingen muss man arbeiten. Da hilft kein Bochum-Hinspiel und die Phase danach.»