Der Deutsche Turner-Bund (DTB) hat als Reaktion auf den Fall der Trainerin Gabriele Frehse einen Strukturwandel gefordert. Bei einer Anhörung vor dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages schlug DTB-Präsident Alfons Hölzl am Mittwoch in Berlin vor, dass Trainer künftig von den Spitzensportverbänden statt an den Olympiastützpunkten angestellt werden sollen. «Das ist ein ganz konkreter Punkt, den wir aus der jetzigen Situation lernen. Dass man nicht ums Eck marschieren muss und es leichter ist, Entscheidungen zu treffen und umzusetzen», sagte Hölzl im Anschluss der Deutschen Presse-Agentur.
Der Chemnitzer Trainerin Frehse wird unter anderem psychische Gewalt gegen Turnerinnen vorgeworfen. Sie ist beim Olympiastützpunkt Sachsen angestellt und derzeit suspendiert. Der DTB hatte nach Bekanntwerden der Vorwürfe ihre Entlassung gefordert. «Die heutige Sitzung hatte nicht das Ziel, die Vorwürfe um Frau Frehse aufzuklären oder arbeitsrechtliche Fragen zu klären», sagte die Ausschussvorsitzende Dagmar Freitag (SPD) der dpa.