Fans und Club haben die aus ihrer Sicht ungerechtfertigt harten Einlasskontrollen vor dem Champions-League-Spiel von RB Leipzig in Warschau scharf kritisiert. Fans beschrieben auf Twitter, dass Frauen sich fast entkleiden mussten und Minderjährige «anlasslos intensivst im Intimbereich betatscht» worden sein. Der Club bestätigte das am Mittwochabend auf dpa-Anfrage. Als Konsequenz entschied die aktive Fanszene, die für das Spiel gegen Schachtjor Donezk geplante Choreografie abzubauen. Zudem wurden die Fanbanner als Zeichen des Protests verkehrt herum aufgehängt.
«Wir verurteilten diese Form der Kontrollen und haben bereits bei der UEFA eine Beschwerde über das aus unserer Sicht zu harte Einlassprozedere eingelegt», teilte RB nach dem klaren 4:0-Sieg gegen Donezk mit und bezeichnete die Einlasskontrollen als «unverhältnismäßig». Nach ersten Kontrollen durch einen Ordnungsdienst soll die Polizei übernommen haben. Dabei soll Fans unter anderem «mit einer Taschenlampe in die Unterwäsche geleuchtet» worden sein, hieß es in einer RB-Mitteilung.