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Hertha-Stars verurteilen Gewalt: Atmosphäre «schon krass»

Hertha-Stars verurteilen Gewalt: Atmosphäre «schon krass»
Die Polizei versuchte, Dynamo-Fans wieder in ihren Block zurückzudrängen. / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Hertha BSC gewinnt das brisante Zweitliga-Spiel bei Dynamo Dresden. Die Fan-Gewalt beschäftigt auch die Berliner Profis. Der Fokus soll im Saisonendspurt unbedingt auf den sportlichen Themen bleiben.

Nach den Fan-Ausschreitungen beim Spiel bei Dynamo Dresden haben die Spieler von Fußball-Zweitligist Hertha BSC die gewalttätigen Szenen im Rudolf-Harbig-Stadion verurteilt. «Was da im ersten Durchgang passiert ist, hat auf dem Fußballplatz nichts zu suchen», sagte Toni Leistner. Der Berliner Abwehrspieler wollte allerdings «diese Szenen nicht weiter bewerten».

Herthas Kapitän Fabian Reese schilderte, was die Spieler während des Platzsturms durch Dresdner Anhänger wahrnahmen. «Als Sportler ist man so in seinem Tunnel, auf einmal hat es überall geknallt. Es gab Rauch und Nebel, die Atmosphäre war insgesamt schon krass. Plötzlich lief irgendwer über den Platz und dann mussten wir auch schon rein», sagte der Offensivakteur.

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Dresdner Fans stürmen Platz

Schiedsrichter Sven Jablonski musste die Partie am Samstagabend zweimal unterbrechen. In der 19. Minute kam es zum Eklat, als Dresdner Fans auf das Spielfeld stürmten. Auch Berliner Anhänger kletterten über die Zäune. Zuvor hatten beide Fanlager Pyrotechnik gezündet.

Vermummte Dresdner Anhänger rannten quer über den Rasen in Richtung Hertha-Fanblock. Beide Lager schossen Pyrotechnik hin und her. Polizisten drängten die Dynamo-Anhänger zurück in ihren Block. Dort wurde eine Hertha-Fahne verbrannt.

Direkt nach dem Spiel hatten auch die Trainer Thomas Stamm (Dresden) und Stefan Leitl (Hertha) sowie Club-Verantwortliche die Vorfälle deutlich verurteilt.

Die Berliner gewannen nach einem Platzverweis gegen Hertha-Profi Josip Brekalo (66. Minute) und einem von Berlins Schlussmann Tjark Ernst parierten Strafstoß von Vincent Vermeij (77.) mit 1:0. Marten Winkler (80.) erzielte in Unterzahl den Siegtreffer und hielt damit die kleinen Aufstiegschancen seines Teams am Leben.

«Ich muss unserer Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir wissen, dass wir besser Fußball spielen können, aber in so einem Hexenkessel ist es nicht leicht – vor allem mit den Umständen von außen, die noch dazu gekommen sind. Solche Dinge haben im Fußball nichts verloren, er sollte vereinen», sagte Hertha-Torwart Ernst.

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