Rückkehrer Jamal Musiala machte mit dem Daumen nach oben ein Selfie auf dem Rasen, Torjäger Harry Kane riss kurz die Arme zum Jubel über diese Machtdemonstration nach oben. Der FC Bayern hat mit brutaler Gnadenlosigkeit den Traum von der Unbesiegbaren-Saison im Topspiel bei RB Leipzig mehr als gerettet. Die Münchner drehten einen 0:1-Rückstand in einem hochklassigen Bundesliga-Kracher und triumphierten am Ende eindrucksvoll mit 5:1 (0:1).
Dabei feierte Musiala nach einem halben Jahr sein Comeback und bereitete nach seiner Einwechselung kurz vor Schluss sogar noch einen Treffer vor. «Sehr schön, dass Jamal wieder da ist nach so einer langen Zeit», sagte Teamkollege Serge Gnabry, der für Musiala in der 87. Minute den Platz verlassen hatte und kommentierte die Wende nach der Pause: «In der Halbzeit wussten wir: Okay, wir können das Spiel noch drehen, es ist noch nichts vorbei.»
Vor 47.800 Zuschauern im ausverkauften Leipziger Stadion hatte Romulo (20. Minute) eine der zahlreichen Leipziger Chancen zur Führung genutzt - und es sah nach einer siegreichen Revanche für die mit 0:6 höchste Pleite in der Leipziger Bundesliga-Geschichte aus dem Hinspiel aus. Doch dann kam alles anders, eingeleitet von Gnabrys Treffer (50.). Kane (67.) sorgte dann für die Führung, ehe Jonathan Tah (83.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (88.) die Demontage des Verfolgers perfekt machten.