Die Handball-Bundesliga der Männer geht in dieser Woche in die 57. Saison. Im Rennen um die Meisterschaft dürfte es so spannend werden wie lange nicht mehr. Die vier Clubs aus dem geografischen Osten gehen dabei mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die neue Spielzeit.
ThSV Eisenach
Nach sieben Jahren Abstinenz sind die Thüringer erstmals wieder in der HBL vertreten. Einfach wird es für das Team von Trainer Misha Kaufmann jedoch nicht, in der «stärksten Liga der Welt» zu bestehen. «Die Fachwelt des Handballsports geht wohl in der Mehrheit fest davon aus, dass Eisenach der erste Absteiger ist. Sie betrachten es vielleicht sogar als ein Wagnis von uns - wir jedoch definitiv als Gelegenheit», sagt Eisenachs Sportlicher Leiter Maik Nowak vor dem ersten Spiel am Samstag gegen den Bergischen HC (19.00 Uhr/DYN). «Genau darin liegt der Reiz, und wir wären schlechte Sportler, wenn wir höchstselbst nicht an den Klassenerhalt glauben würden, oder?! Also schaffen wir 'einfach' das scheinbar Unmögliche.» Dafür wurde der Kader komplett umstrukturiert, es gab zehn Abgänge und neun Neuverpflichtungen. Mit «vergleichsweise bescheidenen Möglichkeiten» sei einiges erreicht worden, sagt Nowak, der auch auf den besonderen Heimfaktor in der Werner-Assmann-Halle setzt: «In dieser Halle und gegen uns als Team soll es keiner gegnerischen Mannschaft wirklich Spaß machen zu spielen.»