Es war wohl einer der emotionalsten Tage in der 70-jährigen Geschichte von Dynamo Dresden. «Dynamo heißt Leiden - Leidenschaft hält uns zusammen». Mit diesem Plakat hatten die Fans schon vor dem dann wertlosen 2:1-Sieg gegen den VfB Oldenburg klargemacht, dass man der Mannschaft die 1:4-Pleite in Meppen, mit der praktisch der Aufstieg verspielt wurde, verziehen hatte. Als auch eine Stunde nach Spielschluss noch die Tränen bei Spielern, Trainern und Anhängern flossen, waren es ausgerechnet die im Fall des Misserfolges als äußerst kritisch und in der Wortwahl nicht zimperlich geltenden Dynamo-Ultras, die versuchten, Trost zu spenden und zum Schulterschluss und gemeinsamen Angriff auf Liga zwei in der nächsten Saison aufriefen.
«Sowas habe ich noch nie erlebt. Auch nicht bei größeren Vereinen wie dem HSV, bei dem ich in jüngeren Jahren gespielt habe. Die traurige Wahrheit ist aber, dass es dritte Liga ist. Auch das Gespür, dass sie uns für die Rückrunde feiern, obwohl wir jetzt nichts in der Hand oder erreicht haben, ist phänomenal und eigentlich nicht in Worte zu fassen», sagte Ahmet Arslan, der mit seinen Saisontoren 24 und 25 Dynamo zum Sieg und sich zum Torschützenkönig der Liga schoss.