Karina Schönmaier warf Kusshände ins Publikum und strahlte über das ganze Gesicht. Die 19 Jahre alte Chemnitzerin gewann bei den Turn-Europameisterschaften in Leipzig den Titel am Sprung und feierte damit nach Silber im Team und Gold im Mixed ihre dritte Medaille. Sie ist damit aus dem Schatten des verletzten Jung-Stars Helen Kevric getreten. Mit 13,983 Durchschnittspunkten für zwei Sprünge übertraf sie dabei ihre 13,833 Zähler als Beste der Qualifikation noch einmal um 0,15 Punkte.
«Es war ein wahnsinniges Gefühl. Ich hätte niemals damit gerechnet, dort zu stehen - und dass die Hymne für mich gespielt wird. Es war einfach alles wie im Traum. Es ist ein sehr, sehr großes Geschenk für mich», sagte sie nach der Siegerehrung. Es sei «ein geiles Gefühl».
Als Zweite startete sie ins Finale und musste danach warten, bis ihre sechs weiteren Konkurrentinnen fertig waren. Es sei nervenaufreibend gewesen, warten zu müssen, ob es reiche oder nicht. «Ich konnte einfach nur vor Freude weinen, mir kamen einfach nur die Tränen», erzählte sie über den Moment der Erlösung.