Die gefeierte Doppel-Torschützin und Kapitänin Alexandra Popp fand die Atmosphäre «einfach Wahnsinn». Lena Oberdorf bekam beim Abspielen der Nationalhymne das Grinsen gar nicht mehr aus ihrem Gesicht. «Es war Gänsehaut pur. Als Kind träumt man genau von dieser Kulisse, wenn man über ein Länderspiel nachdenkt. Das ist das, wovon wir immer geträumt haben», sagte die 20-Jährige nach dem 2:1 (1:0) der deutschen Fußballerinnen im Testspiel gegen Frankreich am Freitagabend in Dresden. 26 825 Fans im fast ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion bejubelten die Vize-Europameisterinnen praktisch bei jeder Balleroberung und noch lange nach Schlusspfiff.
Auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der das Nationalteam vor dem Anpfiff für die famose EM im Juli in England ausgezeichnet hatte, war von der Stimmung und vom Auftreten der Nationalspielerinnen mehr als angetan: «Es ist einfach großartig, hier zuzuschauen.»
Über zwei Monate nach dem in Wembley verlorenen Finale gegen England genoss das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg auch ausgiebig die Ehrenrunde. Durch die Arena schwappte La ola. «So macht das Fußballspielen Spaß und das Gewinnen Spaß», sagte Popp, die sich selbst und dem Publikum so etwas wie ein Déjà-vu-Erlebnis beschert hatte: Wie beim 2:1 im EM-Halbfinale gegen die Französinnen erzielte die 31 Jahre alte Wolfsburgerin beide Tore (44. und 48. Minute).